Texte

CD 1: Experiment. In alphabetischer Reihenfolge
Alles dreht sich
EndZeit (für Tiere)
Engel
Goddess
Kalte Liebe
No way out
Sandman
Sehnsucht
Spiel mit mir
Traumwelt
Tsunami Task Force
Visions


Alles dreht sich

Alles dreht sich

How is it possible to have fun
When the others are suffering
When the others are dying
How is it possible to laugh

I am standing here singing to you
Feeling their pain, feeling their fear
Listening to their screams, listening to their cry for help

I am going to be crazy
Not strong enough for this nightmare called life
In my head everything is turning around

Everything is turning around

It is a never ending dumb war
Everyone knows about it
No one is fighting against this injustice
Why?
Why do you ignore it?

Please wake me up, tell me it was just a dream
This world cannot be real


Text: Lysz; Musik: Marzo (X-Tractor)



EndZeit (für Tiere)

We cannot stand you anymore
cannot stand you anymore
Please do not take anymore a part of us!

Konsumartikel, Nutztier, Messinstrument, Industrieprodukt
Massenware, Grausamkeit, Misshandlung, Vivisektion

Als Haustier krankgezüchtet, einbetoniert
Als Nutztier zum Funktionsobjekt entstellt
Degradiert zur Laborratte für Wissenschaftler
Freiheit, Würde und Rechte entrissen

Wir sind wie Ihr, lasst uns leben
Doch nur für Euch sollen wir leiden
Bitte, hört auf, uns zu quälen
Seht Ihr denn nicht, dass wir sterben?

Als Pelztier nur auf Drahtböden lebend
Zur Gebärmaschine missbraucht
Stummes Leiden schreit zum Himmel
Aber unser Himmel bleibt verwehrt

Erbarmungsloser Krieg gegen Mensch und Tier
Hartherzigkeit in Uniform
Alles Leben hat Anspruch auf Achtung
Leiden Tiere nur, um gefühllos zu sein?


Text: Lysz; Musik: Alexander von Prümmer (Monosex)



Engel

Ich hatte nie die Wahl
Es wurde für mich bestimmt
Wahr gewordene Dichtung
Zu befolgende Gebote

Nie gekannte Autonomie
Verleugnen meines Selbst
Konkurrierende Männer
Folgsame Frauen

Gehorsam sein und glauben

Es gibt kein Zurück in diesen Wahnsinn
Den Ihr Liebe nennt
Doch nur Eure Todsünden lebt:
Gutes Essen, geiler Sex
Ich will mehr
Das reinste Gefühl
Ich gönne nichts
Ruhige Zeiten
Mit Dir um meine Schönheit streiten

Chöre vernebeln den Verstand
Glocken betäuben alle Sinne
Der einfache Weg
Kein Blick zu tief
So lebendig und doch tot
So zerstörst Du unser Leben


Text: Lysz; Musik: Marzo (X-Tractor)



Goddess

If we are doing everything in the right way
We would be gods
If we decide everything in the one and only way
Let us call ourselves as gods

I am not a goddess
I am a girl going her own way
I am not a goddess
I am a girl being true to her words

I am not a goddess
I am a girl giving you some aspects to think about
Take it or leave it

I am not an angel
I will not show you a way
Do not ask me for it
I am absolutely not interested in you
I am not your goddess


Text: Lysz; Musik: Kim Strange (Divamee)



Kalte Liebe

Du sahst mich an, ein tiefer Blick. Doch was lag schon darin?
Der Anfang schön im bunten Licht. Schnell war ich verliebt.
Dein Herz schien für immer mein

Kalt - Deine Liebe so kalt
Deine Worte so leer
Ich erfriere neben Dir
Deine Liebe so kalt

Ich war in uns verloren
Ertrank in diesem falschen Glück voller Lügen und Tränen
Ich musste raus!

Du versprachst mir Liebe, Glück und Halt
Neue Welten, Geborgenheit
All die Jahre fand ich dies niemals in Dir
Ich musste raus!

Meine Liebe so kalt


Text: Lysz; Musik: Die Perlen



No way out

Why have you done that to me? Why was there no way out?

Lights switched off, I am alone now. This is a dream, I always wished
But since I know about us fear and pain forever mine
I lay with you why am I your luck but you are not mine?
You touched me, no way out. For me it is a soulless nightmare

No way out. Have to feel, have to bear. You never asked me there

I am your private toy

Awakening feeling you. My face is full of tears
You destroyed my whole life. I will never forget, always tried
Remembering you no man is worth to get my love
Every night crying because of you
I hate you

Look at me. Cannot you see I am fighting you. I don't want you.
Your wet hands on my knees
The only way for me to be loved!


Text: Lysz; Musik: Alexander von Prümmer (Monosex)



Sandman

Jede Nacht, wenn wir alle glauben wir schlafen
Sind wir doch nur dein
Muss auch ich zu dir
In deine Traumwelt

Keiner ahnt es, was wir uns heimlich versprachen
Dass sich jede Nacht die Verliebten sehen
In deiner Traumwelt

Hier wo die Wirklichkeit ihre Macht verliert
Lebst du verborgen hinter der Welt
Hier denkst du an mich

Ganz tief schlafend
Holst du mich in dein Land
Kalt wie die Nacht
Hier werden Märchen
Wohl niemals wahr

So hell wie Zwillingssterne
Funkeln deine Augen
Dein Umhang weht
So wunderschön
Wie ein Stück schwarze Mitternacht

Jede Nacht, wenn wir alle glauben wir schlafen
Träum ich mich zu dir
Darf ich bei dir sein
In deine Traumwelt

Keiner ahnt es, was wir uns heimlich versprachen
Dass sich jede Nacht die Verliebten sehen
In deiner Traumwelt

Licht so kühl
Als würde ich einen Gott ansehen
So schön, so groß und so weit weg
Du wirst ewig sein

Zu zweit fliehen wir
Meiner Wirklichkeit
Jede Nacht
Leben unsere Liebe in Deinem Land.


Text: Lysz; Musik: Klangsalat



Sehnsucht

Ich höre die Stille
Höre das Schreien
- ein Flehen nach Freiheit
Rastlos im Stillstand
Gefangen im Fluss der Sehnsucht
Ich sehe in den Nebel
Ich sehe in das Licht

Woher kommt all der Nebel
Bin ich es, die sich selbst überschattet?
Gestern war Stille
Stillstand ist morgen
Hoffen und Streben
- im Dunkel verborgen
Endlose Schwere
Ein Wille sucht Ausflucht
Das ist die Sehnsucht
Sehnsucht

Sehnsucht...
Der Drang nach mir
Das Schreien nach mehr
Der Schein von Dir
Sehnsucht...
Verloren im Sein
Gedanken ruhelos und leer
Kannst Du mich nicht befreien?
Kannst Du nicht verzeihen?

Rastlos ziehe ich umher
- ach, wenn ich doch ich selber wär...


T/M Decence (O. Mietzner), Jan.2005



Spiel mit mir

Spiel mit mir

Haut auf Haut
Mund auf Mund
Feuchte Lippen
Dein Verstand

Heißer Atem
Mein Verlangen
Deine Scham
Kein Zurück
Meine Welt

In meinen Träumen küss ich Dich
In diesen Träumen lieb ich Dich
Erfüll Dir jeden Wunsch
In meinen Träumen will ich Dich
In diesen Träumen leck ich Dich
In meinen Träumen bin ich Dein Traum

Magst Du mit mir spielen?


Text: Lysz; Musik: Max Emmerling und Alexander von Prümmer (Rapid Cell Destruction)



Traumwelt

Das Wesen unseres Seins hat noch keiner je erkannt,
Philosophen haben sich dabei die Köpfe verbrannt.
Wir schufen Menschenrecht allein nach unserer Moral
Ob diese richtig ist, ist uns doch egal.
Wir nehmen uns das Recht und verdrängen die Natur.
Zwar ist es fünf vor zwölf, doch schaut keiner auf die Uhr.
Es wird schon weitergehen und frage nicht womit!
Wir treiben mit dem Wahnsinn auf einem Höllenritt
- in einer -

Traumwelt - regiert von Politik und Geld.
Traumwelt - die uns bald zusammenfällt.
Traumwelt - in der die Dummheit Geld gehorcht.
Traumwelt - voller Elend, voller Furcht.

Was tun wir mit den Dingen, die kluge Köpfe schaffen?
Wenn's billig ist was Gutes, wird's teuer werden's Waffen.
Die Schuld, die auf uns zukommt, die können wir nie bezahlen!
Wir nehmen den Kredit und unsere Kinder zahlen die Raten.
Bekämpft man stets die Folgen, zerstört man nie den Grund.
Dabei stellt sich die Frage: Ist Mensch'verstand gesund?
Muss die Luft erst brennen, dass wir das begreifen?
Lässt denn erst der Tod unser Bewusstsein reifen?
- in einer - Traumwelt -

Nicht Himmel oder Hölle nehmen uns die Schuld,
Die der Mensch auf sich vereint in seinem Fortschrittskult.
Nicht Hoffnung hilft uns weiter, und erst recht kein Gott!
Denn wenn wir uns verlieren, bleibt uns nur des Teufels Spott.
Naturtod ist uns sicher, wenn man sich nicht drum schert.
Ist denn unser Wohlstand diesen Wahnsinn wert?
Die Zukunft hört auf uns, ich weiß, warum ich bin.
Was hätt' denn sonst mein Leben noch für einen Sinn?
- in einer -

Traumwelt - regiert von Politik und Geld.
Traumwelt - die uns bald zusammenfällt.
Traumwelt - in der die Dummheit Geld gehorcht.
Traumwelt - voller Elend, voller Furcht.
Traumwelt - regiert von Wenigen mit Macht.
Traumwelt - in der bald kein Kind mehr lacht!
Traumwelt - von Vernunft will keiner hören! -
Am Ende wird sich diese Traumwelt selbst zerstören!


T/M drunkness (R. Stüber), 16.12.1994 CD ,,Area 51"



Tsunami Task Force

We are the pride of creation!
We handle animals like things
We agonize, slay, abuse all others
We are the pride of creation

The earth is ours, existing for us
No time to think about what happened
We have no account for this world
But we are just the pride of creation.

Nothing changes. Nature disasters will recur.


Text: Lysz; Musik: eo ipso



Visions

Animals do not feel, animals do not speak
Do not revolt and do not resist
We do not have any choice
We are using animals

We are waking up, we are alone now
The animals all are gone
None knows whereto

It is not the end of the world
It is just a life without them
No reason to change the things
We still have babies

It is not easy for us
But totally essential
As everybody says

Babies do not feel, babies do not speak
Do not revolt and do not resist
We do not have any choice
We will come up with an idea

We are waking up, we are alone
Our babies all are gone
None knows whereto

Still no reason to change the things
Even now when the babies are gone
We will come up with an idea


Text: Lysz; Musik: Kim Strange